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Die Münchner Angst-Selbsthilfe (MASH) wurde 1989 von ihrem heutigen Leiter, der selbst jahrelang unter Panikattacken, Agoraphobie und Sozialer Phobie litt gegründet. Die Selbsthilfe-Initiative entstand für Menschen, für die Angst zum Problem geworden ist, wobei hier die Angst in ihren zahlreichen Facetten Gegenstand der Selbsthilfearbeit ist:
- Panikstörung: Wiederkehrende unerwartete, für den Betroffenen nicht erklärbare Panikattacken verbunden mit z.B. Herzrasen, Angst verrückt zu werden, Atemnot, Brustschmerzen, Erstickungsgefühle und Schwindel
- Agoraphobie: Angst vor und Vermeiden von Orten oder Situationen, in denen eine Flucht schwierig wäre – etwa auf Plätzen, in Menschenmengen, Warteschlangen, bei Fahrten in Bus, Zug, U-Bahn oder Auto
- Generalisierte Angststörung: Monatelange anhaltend starke, frei flottierende Ängste, Sorgen (um sich selbst oder Angehörige, deren oder die eigene Gesundheit, dass nahestehende Personen verunglücken könnten usw.), Anspannungsgefühle auch bei Alltagsproblemen, meist begleitet von Schlafstörungen, Nervosität und Reizbarkeit
- Soziale Phobie: Angst- und Vermeidungsreaktionen bei sozialen Anforderungen – etwa in Gegenwart anderer zu sprechen, zu essen, zu schreiben, an Partys teilzunehmen.
- Spezifische Phobien: Unbegründete starke Angstreaktion gegenüber Angstobjekten wie Tieren (Spinnen, Schlangen) oder Situationen (Höhe, Flugzeuge)
MASH hat hierbei folgende Zielsetzung:
- Sie möchte Menschen ansprechen, die von einer Angstkrankheit betroffen sind, unter ihren Ängsten leiden und bereits sind selbst aktiv zu werden um gemeinsam mit anderen Betroffenen an der Angst zu arbeiten.
- Darüber hinaus versteht sich MASH auch als neuer Bezugspunkt für Menschen, die sich aufgrund ihrer Angst in die Isolation geflüchtet haben – und jetzt versuchen wollen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
In 12 - 14 Gruppen treffen sich durchschnittlich etwa 130 Menschen mit Angststörungen, um gemeinsam einen Weg aus ihrer Problematik zu suchen. Insgesamt hat der Verein seit 1989 über 20.000 betroffenen Personen geholfen. Viele von ihnen sind nach zwei- bis dreijähriger Gruppenzugehörigkeit soweit genesen oder können mit ihrer Angstproblematik so gut umgehen, dass sie wieder ein normales Leben führen können.
Die Selbsthilfegruppen werden von erfahrenen ehemals selbst Betroffenen moderiert und angeleitet. Sie erhalten bei MASH eine Schulung und werden durch Fachpersonal unterstützt.
MASH wird in der Fachwelt im deutschsprachigen Raum als modellhaft für eine effektive Zusammenarbeit zwischen professionellem Gesundheitssystem und Selbsthilfe angesehen. MASH übernimmt hierbei wichtige Aufgaben wie die Aufklärung über Angststörungen und deren Folgeproblematik, die Anbahnung sozialer Kontakte und die emotionale Einbindung in eine Gruppe – Aufgaben, die das professionelle Gesundheitssystem so nicht leisten kann. Professoren und Wissenschaftler unterstützen die Arbeit von MASH. 1992 hat MASH den AOK-Ehrenpreis für ihre vorbildliche Arbeit erhalten.
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MASH geht davon aus, dass Angst nicht der Beginn einer
‚Abwärts-Spirale’ sein muss, an deren Ende Depression, Medikamentenmissbrauch,
Alkoholabhängigkeit oder Selbstmordversuch stehen können. Vielmehr geht MASH
davon aus und findet dies in der täglichen Arbeit mit Angstbetroffenen
bestätigt, dass es ein Leben ohne Angst, mit der Angst oder gegen die Angst
gibt. Angst steht im Leben vieler Angstbetroffener für Themen, die auf
Veränderungen aufmerksam machen wollen. Aufgabe des Angstpatienten hierbei ist
es seine jeweils eigenen Themen zu erkennen, Wege aus der Angst zu suchen, zu
reflektieren und in die eigene Lebensführung umzusetzen. Hierbei geht MASH von
der Gewissheit aus, dass es für den einzelnen unter Angsterkrankung leidenden
einen jeweils individuellen Weg aus der Angst gibt und dass der Betroffene auch
in der Lage ist diesen als eigenen Weg zu erkennen und zu beschreiten. Ausgehend
von diesem Menschenbild verwendet MASH folgende Konzepte und Methoden:
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Nach Ausbruch der Angststörung ist es für die Betroffenen eminent wichtig möglichst schnell Aufklärung und Informationen über ihre Krankheit zu bekommen, um sie zu verstehen und selbst aktiv werden zu können. So können lange Leidenszeiten vermieden und die Gefahr einer Chronifizierung vermindert werden. MASH stellt deshalb obligatorisch nach der ersten telefonischen, schriftlichen oder persönlichen Kontaktaufnahme den Hilfesuchenden ein Infopaket bereit und bietet bei Bedarf ein oder mehrere persönliche(s) Beratungsgespräch(e) an.
Voraussetzung für den Besuch einer MASH-Gruppe ist die Teilnahme an einem Infoabend oder Vorgespräch:
Das professionelle Beratungsgespräch kann die Information und Beratung zur Therapie und Selbsthilfe bei Angststörungen, die Vermittlung von alternativen Kontaktadressen dazu, aber auch die Besprechung persönlicher Probleme oder einer spezifischen Symptomatik beinhalten. Eventuell kann auch abgeklärt werden, ob überhaupt eine Angststörung oder vielleicht zusätzlich andere psychische Erkrankungen vorliegen, so dass der Besuch von anderen Einrichtungen geeigneter wäre. Auch hier können dann entsprechende Kontakte vermittelt werden, so dass der Ratsuchende nicht mit seinen Problemen alleine gelassen wird.
Parallel hierzu finden in regelmäßigen Abständen Infoabende statt. ( Die nächsten Termine können bei MASH erfragt werden ). Auch hier besteht neben der Infoweitergabe ebenso wie nach dem Erstgespräch die Möglichkeit sich für eine MASH-Gruppe zu entscheiden:
Die MASH-Gruppe besteht aus 10 bis maximal 12 Teilnehmern, die sich regelmäßig einmal in der Woche 2 Stunden treffen. Sie wird geleitet von einem durch MASH geschulten ehemaligen Selbstbetroffenen.
Eingebetet ist diese 2 stündige Selbsthilfegruppe in das Blitzlicht zu Beginn, bei dem jedes Gruppenmitglied kurz über seine aktuelle Situation und Stimmung berichtet und eventuell ein Thema für diesen Abend anmeldet und das Schlussblitzlicht am Ende der Veranstaltung, das die Gruppe nochmals zusammenführt und gleichzeitig jeder wieder zu sich selbst und seiner aktuellen Befindlichkeit zurückkehrt.
Im Verlauf der 2 stündigen Selbsthilfegruppe eröffnen sich dem Gruppenmitglied nun eine Vielzahl von Möglichkeiten:
- Durch das Zusammentreffen mit Menschen, die unter der gleichen Erkrankung leiden, wird jedem deutlich, dass er mit seinen Ängsten nicht alleine steht.
- Man trifft auf Menschen, die obwohl sie unter der gleichen Erkrankung leiden, wie man selbst, diese doch nicht so stigmatisiert erlebt, wie man sich sein Selbstbild geschaffen hat.
- Informationsaustausch mit anderen Gleichbetroffenen erweitert den eigenen Kenntnisstand über die Erkrankung.
- Gerade am Anfang ist es sehr wichtig von Gleichbetroffenen Informationen und Erfahrungen einzuholen, die den Alltag mit der Angst erträglicher werden lassen
- Lösungsansätze und Lösungswege aus der Angst, die andere bereits für sich gefunden und umgesetzt haben, können für den eigenen Weg aus der Angst als Denkansatz und als neue Handlungsalternative herangezogen werden.
- Im geschützten Rahmen können neue Verhaltensweisen direkt erprobt und umgesetzt werden, Feedback eingeholt und Korrekturen eingeleitet werden.
- Eigene Themen und die Themen der anderen Gruppenteilnehmer führen dazu, dass der Einzelne die Möglichkeit erhält, eigene Positionen, Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen und so an sein je eigenes Thema zu gelangen, das sich hinter der Angst verbirgt.
- Durch das Zusammentreffen mit anderen Menschen wird der Abbau sozialer Isolation, die Reduzierung des angstbedingten Vermeidungsverhaltens, und die Erprobung neuer Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten gefördert.
- Aus der anfänglichen sozialen Isolation können sich über die Gruppe hinaus Interessengemeinschaften bis hin zu Freundschaften entwickeln.
- Auch wechseln im Verlauf der Gruppenzugehörigkeit die Rollen, die der Angsterkrankte einnimmt. So ist der heute neu in die Gruppe kommende Teilnehmer morgen vielleicht schon wichtige Kontaktperson für die dann neu in die Gruppe dazu stoßenden Angstpatienten, was neben anderem auch zum Aufbau des eigenen Selbstwertgefühls und sozialer Kompetenz beiträgt.
Die Kommunikation im Verlauf der Selbsthilfegruppe unterliegt folgenden Regeln:
- Sei Dein eigener Chairman
- Störungen haben Vorrang
- Wenn Du willst, bitte um ein Blitzlicht
- Es kann immer nur einer sprechen
- Experimentiere mit Dir selbst
- Beachte Deine Körpersignale
- Ich’ statt ‚ Man’ oder ‚Wir’
- Eigene Meinung statt Fragen
- Sprich direkt
- Gib Feed-back, wenn Du das Bedürfnis hast
- Wenn Du Feed-back erhältst, hör ruhig zu
Als eine wichtige Regel über allen Regeln zu betrachten ist die Verschwiegenheit, was bedeutet, dass nichts von dem, was während der Selbsthilfegruppe besprochen wird, nach außen gelangt.
Durch die wechselseitige Hilfestellung, die professionelle Unterstützung und Informationsvermittlung sowie durch die neuen Kontaktmöglichkeiten wird die dem Gesundungsprozess entgegenstehende Ausgangssituation des sozialen Rückzugs reduziert und im Sinne neuer Chancen zur Entwicklung positiv verschoben. Damit eröffnet MASH die Möglichkeit einer verstärkten oder gar neuen sozialen Integration.
Dies wird zusätzlich auch noch gefördert durch
- Gemeinsam organisierte Freizeitaktivitäten
- Vorträge, Informations- und Diskussionsveranstaltungen
- Therapeutische Wochenenden
- Spezielle Übungsgruppen (Selbstsicherheit, Selbsterfahrung usw.)
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Zum größten Teil wird die Arbeit der MASH durch das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München gefördert. Um jedoch kostendeckend haushalten zu können ist es notwendig, dass die Nutzer unserer Einrichtung Eigenbeteiligungen erbringen, deshalb erheben wir folgende Teilnehmerbeiträge für die Gruppenmitgliedschaft:
- Regelbeitrag: 30 Euro pro Monat
- Ermäßigter Beitrag:* 15 Euro pro Monat
Fördermitgliedschaft: Wer sich bereit erklärt den Trägerverein Angst-Hilfe e.V., für wenigstens zwei Kalenderjahre als Fördermitglied mit einem jährlichen Förderbeitrag von mindestens 60 EURO zu unterstützen, für den wird folgender Gruppenbeitrag erhoben:
- Regelbeitrag: 10 Euro pro Monat
- Ermäßigter Beitrag:* 5 Euro pro Monat
*) Für SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende, Arbeitslose und Sozialleistungsempfänger (Vorlage entsprechender Belege) Bei besonderer Bedürftigkeit kann eine weitergehende Beitragsermäßigung oder Beitragsfreiheit mit formlosem Schreiben und entsprechenden Nachweisen beantragt werden. Die Fördermitgliedschaft enthält:
- Teilnahmemöglichkeit an Veranstaltungen des Vereins (kostenlos oder zu günstigen Beiträgen/Preisen (Gruppen, Beratungen, Seminare, Vorträge, Brunches, Informationen usw. )
- Kostenloses Jahresabo der Angst-Zeitschrift daz während der Mitgliedschaft
- Bevorrechtigte Bereitstellung eines Gruppenplatzes (im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten )
- Sowie zusätzliche Informationen und Veranstaltungshinweise
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Weiterführende Publikationen |
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Viermal im Jahr erscheint die daz – Deutsche Angst-Zeitschrift , die von der DASH (Deutsche Angst-Selbsthilfe), einem weiteren Projekt des Trägervereins Angst-Hilfe e.V. herausgegeben wird.
- Weitere Informationen über die bereits erschienenen Hefte, deren Inhalt und die Bezugsmöglichkeit finden Sie unter www.daz-Zeitschrift.de.
- Weitere Informationen rund um das Thema Angst und Angststörungen sind auch auf www.Panik-Attacken.de zu finden.
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Kontakt, Sprech-/Öffnungszeit |
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Über folgende Möglichkeiten kann Kontakt mit MASH aufgenommen werden und auch Infomaterial angefordert werden:
Postanschrift:
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MASH
Bayerstr. 77a Rgb.
80335 München
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Telefon:
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089/515553-0
(Telefonzeiten: Mo: 11-13 Uhr und Do: 15-18 Uhr)
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Fax:
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089/515553-16
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| e-Mail: |
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Kontoinhaber:
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MASH Projekt der ANGST-Hilfe e.V. München
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Konto:
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88 921 01
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BLZ:
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70020500 Bank für Sozialwirtschaft AG. München
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Hier haben Sie die Moeglichkeit den aktuellen Flyer von MASH als PDF herunterzuladen.
Zum Betrachten benoetigen Sie einen PDF-Reader.
MASH-Flyer, ca. 1MB
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