Dank dieser Seiten, auf die ich anhand eines Berichtes in einer Frauenzeitschrift im Februar 2002 aufmerksam geworden bin,
Dank dieser Seiten, auf die ich anhand eines Berichtes in einer Frauenzeitschrift im Februar 2002 aufmerksam geworden bin, konnte ich mich nach über 2 - jähriger Leidenszeit aus dem Teufelskreis "Panik-Attacken" Schritt für Schritt lösen.
Dieses Forum hat mir über Nacht die Augen geöffnet und ich wusste endlich, was mit mir los ist und wie und wo ich ansetzen muss. Drei Tage später saß ich schon bei einem (sehr guten) Therapeuten und wenige Wochen später macht(e) das Leben schon wieder Spaß: Autofahren, Essen gehen, Einkaufen, in Urlaub fliegen und die tausend anderen schönen Dinge. Allein die Tatsache, meinem Umfeld mitteilen zu können, was mit mir "los" ist bzw. war, löste die Ohnmacht und Unsicherheit.
Meine Familie, Freunde und Arbeitskollegen zeigten überraschend viel Verständnis und halfen in allen Lebenslagen! Leider blieb von meiner Frau nach 7 Jahren nur die Frauenzeitschrift zurück, da sie mich mittlerweile verlassen hat. Sicher hatte sie es in den letzten beiden Jahren nicht leicht mit mir. Aber wie sollte ich Ihr meinen Zustand "erklären", wenn ich ihn mir selbst nicht "erklären" konnte?! Aus einem lebenslustigen und aktiven Ehemann wurde in einem schleichenden Prozess ein sich abkapselnder und missmutiger Zeitgenosse.
Aber selbst diese schmerzvolle Trennung ist mit der neuen Lebensausrichtung seelisch relativ gut abgefedert worden. Natürlich gibt es hier und da noch beklemmende Situationen, die aber sowohl qualitativ als auch quantitativ nachlassen. Auch das eigenverantwortliche Absetzen zweier Medikamente taten dem Ziel "Zurück in die Zukunft" keinen Abbruch.
Der Auslöser der ganzen Geschichte war wohl ein brutaler Raubüberfall im Sommer 2000, bei dem ich schwere Verletzungen davontrug. Danach waren alle Aktivitäten in und vor der Öffentlichkeit eine Qual. Anhand der Therapie und einem verständnisvollen Umfeld konnte ich diese Hemmungen fast vollständig abbauen und als positiven Nebeneffekt, meine persönlichen "Ecken und Kanten" abschleifen. Man(n) sieht die Welt und sein soziales Umfeld jetzt mit ganz anderen Augen und umgekehrt.
"Hätte, wäre, wenn" spielen jetzt keine Rolle mehr! Die zweite Lebenshalbzeit hat begonnen und Angriff ist die beste Verteidigung!
Ihr seid ja auch auf diesen wertvollen Seiten gelandet und das ist der erste Schritt, sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen.
"Fütter Deine Angst, denn sie wird niemals satt." heißt es in einem Lied von »Rosenstolz«. Füttern wir sie mit Lebensmut, Hoffnung und Selbstvertrauen!!! Euch allen wünsche ich viel Erfolg und den Machern und Besuchern dieser Seiten danke ich herzlich für das "Futter"!!!
Zorro
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