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Früherkennung von Angststörungen

24.04.2012

Eine Studie der University of British Columbia konnte zeigen: Wenn Kinder früh auf eine Angststörung hin getestet werden, hilft dies psychischen Krankheiten vorzubeugen.

Ein Forscher der Universität des Kanadischen Bundesstaates British Columbia hat einen einfachen Zwei-Fragen-Test entwickelt, um Kindergartenkinder auf die unter Kindern häufigste psychische Erkrankung hin zu untersuchen. Die Fragen des Tests fordern die Eltern auf, ihre Kinder hinsichtlich Schüchternheit, Ängstlichkeit und Besorgtheit einzuschätzen und konnten in 85 Prozent der Fälle Kinder identifizieren, die später an einer klinisch diagnostizierten Angststörung erkrankten.

Kinder würden mit Eintritt in den Kindergarten auf Gehör, Sehkraft und Leseschwäche getestet, damit hier Schwierigkeiten frühzeitig erkannt würden. Auch für Angsterkrankungen mache es deshalb Sinn, in diesem Alter Vorsorgetests durchzuführen.

Drei Fragen wurden bei 200 Kindergartenkinder getestet, wobei sich zwei Fragen davon als die Wirkungsvollsten zur Erkennung von Angsterkrankungen herausstellten:

1) Ist Ihr Kind ängstlicher oder schüchterner als andere Kinder in seinem oder ihrem Alter?

2) Ist Ihr Kind besorgter als andere Kinder in seinem oder ihrem Alter?

Jedes zehnte Kind sei von einer psychischen Erkrankung betroffen und die meisten davon sind Angststörungen. Verbunden sind diese mit einer Reihe von psychologischen und pädagogischen Folgeproblemen, wie zum Beispiel Schwierigkeiten im Beziehungsaufbau zu Gleichaltrigen oder innerhalb der Familie, schulmeidendes Verhalten, Anfälligkeit für Depression, erhöhte Neigung zu Alkohol- und Tabakkonsum und der Entstehung von anderen Angsterkrankungen.

Die gute Nachricht sei, dass Angststörungen generell erfolgreich behandelt werden können und am besten würde dies gelingen, wenn bereits mit dem Eintritt in die Schule damit begonnen werden könnte.

Eltern und Lehrer könnten den Kindern in vier Schritten beibringen, wie sie die Angst bewältigen.

Zuerst lernen die Kinder zu erkennen wann, sprich in welchen Situationen/Momenten, sie die Angst spüren können. Danach lernen sie verschiedene Techniken um mit der Angst umzugehen und finden heraus welche dieser Methoden ihnen am besten dabei hilft. Die Kinder lernen letztlich zu reflektieren was ihnen Angst gemacht hat und können nun beginnen ihren Ängsten gezielt entgegenzutreten.

Man spreche zwar in diesem Alter (Kindergarten) noch nicht von psychischen Krankheiten, aber es sei die beste Zeit um aktiv zu werden und diesen vorzubeugen.

 

Den hier frei aus dem Englischen übersetzten Originaltext finden Sie unter: http://www.eurekalert.org

 


 
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