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Nasenspray gegen Angstattacken

31.01.2012

Nasenspray gegen Panikattacken?
Aktuelle Studie an Mäusen dokumentiert die angstlösende Wirkung.

Dass die angstlösende Substanz Neuropeptid S (NPS) über die Nasenschleimhaut aufgenommen und im Gehirn wirken kann, haben Max-Planck-Forscher jetzt in Mäusen zeigen können. Neuropeptid S gelangt auf diesem Weg – nachdem es an seinen Rezeptor gebunden hat – in bestimmte Nervenzellen des Gehirns. Die getesteten Mäuse zeigen bereits vier Stunden später weniger Angst. Im Hippocampus, einer wichtigen Gehirnstruktur für Lernen und Gedächtnis, ist eine veränderte Nervenzellaktivität direkt messbar. Diese Ergebnisse machen intranasal verabreichtes Neuropeptid S zu einem vielversprechenden potentiellen neuen Medikament für Angstpatienten.

Die Forscher vermuten, dass NPS dämpfend auf bestimmte Signale des Emotionszentrums im Gehirn wirkt und dadurch weniger Angst empfunden wird. „Unsere Ergebnisse öffnen die Tür zur Entwicklung zukünftiger Medikamente für Patienten mit krankhafter Angst auf der Basis von Neuropeptid S“, sagt Psychiaterin Ulrike Schmidt. „Die einfache Anwendung und schnelle und direkte Wirkung durch ein anxiolytisch wirkendes Nasenspray könnte für viele Patienten mit Angststörungen wie Panikattacken und Posttraumatischer Belastungsstörung ein Segen sein“.

Weitere Informationen unter http://www.mpg.de/5005298/Nasenspray_gegen_Panikattacken

© Max-Planck-Gesellschaft, München, © 2003-2012
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