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Stressbewältigungstraining |
Strategien zur Stressbewältigung sind nach zahlreichen Studien dann
erfolgreich, wenn sie Vorhersagbarkeit, Verständnis für Zusammenhänge,
Wissen
Strategien zur Stressbewältigung sind nach zahlreichen Studien dann
erfolgreich, wenn sie Vorhersagbarkeit, Verständnis für Zusammenhänge,
Wissen und Gefühle von Kontrollierbarkeit und Bewältigbarkeit von
Situationen vermitteln. Stress hängt oft mit den Aspekten Unsicherheit
und mangelnde Kontrolle von Situationen zusammen.
Manchmal gelingt es schon, die übermäßige Ausschüttung des
Stresshormons Kortisol zu stoppen, wenn man in "ohnmächtig" machenden
Situationen irgendetwas tut bzw. etwas, das man noch nicht versucht
hat. Menschen mit Panikstörungen leben oft unter großem Stress, der die
Panikattacken verursacht. Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie
bestehen in einer Kontrollverlustangst. Viele Verhaltensweisen, die die
Betroffenen oft bis zu einer Erschöpfungsdepression überfordern,
stellen den Versuch dar, die Dinge und den eigenen Körper immer und
überall "im Griff" zu haben.
Folgende Ratschläge zur Stressbewältigung können nützlich sein:
- Analysieren
Sie Ihren privaten und beruflichen Stress, indem Sie Ihre
Stressfaktoren auf einer Liste festhalten und nach dem Ausmaß der
Belastung reihen.
- Unterscheiden Sie
zwischen jenem Stress, der durch Ihre Lebenssituation gegeben ist, und
jenem Stress, der letztlich durch Ihre Denkmuster und Einstellungen
bewirkt wird, völlig unabhängig von situativen Gegebenheiten.
- Erstellen
Sie eine Prioritätenliste Ihrer Aktivitäten. Treffen Sie eine
Unterscheidung zwischen dem, was wichtig ist und deshalb getan werden
sollte, und dem, was wohl auch wünschenswert wäre, jedoch momentan eine
Überforderung darstellt, so dass Sie in der nächsten Zeit bewusst
darauf verzichten.
- Erstellen Sie Ihren
Terminkalender so, dass Sie nicht bereits dadurch in Stress geraten,
noch dazu, wenn unvorhersehbare Ereignisse eintreten. Planen Sie im
Tagesablauf bewusst Pausen von einer Viertelstunde ein.
- Analysieren
und ändern Sie jene Denkmuster, die den größten Stress erzeugen und das
Risiko von Panikattacken erhöhen (z.B. ständige "Was wäre,
wenn"-Gedanken, alles "im Griff" haben wollen, sich für alle und alles
verantwortlich fühlen, permanente Überforderung durch überhöhte Ziele,
alles perfekt machen wollen, Perfektionismus zur Vermeidung von Kritik
oder Minderwertigkeitsgefühlen, jedem alles recht machen wollen, sich
nicht abgrenzen und nicht Nein sagen können, alles lieber
"hinunterschlucken" statt Ärger offen aussprechen).
- Achten Sie auf Entspannungsmethoden und Zeiten der Ruhe und Erholung.
- Verbessern
Sie Ihre persönliche Stresstoleranz, indem Sie Phasen der Anspannung
mit einem körperlichen Bewegungsprogramm bewältigen lernen.
- Lernen
Sie, die ersten körperlichen, seelischen und gedanklichen Anzeichen von
überforderndem Stress zu erkennen, um Panikattacken vermeiden zu können.
- Treffen
Sie bei Bedarf eine vielleicht schon seit längerem hinausgeschobene
Neuorientierung für Ihr Leben, z.B. die Klärung einer belastenden
familiären, partnerschaftlichen oder beruflichen Situation. Belastend
ist oft nicht der Stress an sich, sondern der ohnmächtig machende
Stress.
- Wenn Sie durch die soziale
Situation in chronischen und übermäßigen Stress geraten, achten Sie auf
emotionale Unterstützung durch Menschen Ihres Vertrauens.
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Autor:
Dr.Hans Morschitzky
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