 | Ich weiß freilich nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber soviel weiß ich sehr wohl, es muß anders werden, wenn es besser werden soll.
(Georg Christoph Lichtenberg) | Obwohl es keine spezifische Informationsquelle über Maßnahmen gibt, um die Entwicklung einer Angst- oder Panikstörung vorzubeugen, können die folgenden Punkte Hilfestellung geben: - Deine Panikattacken könnten durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst worden sein. Hierzu zählen Lebensstress, physische Krankheiten, Grippe oder Virenerkrankung, Geburt eines Kindes, Drogenmissbrauch usw.
- Hat Ihr Arzt Sie genau darüber aufgeklärt, was mit Ihnen während einer Panikattacke passiert? Wenn nicht, bitten Sie Ihren Arzt so schnell wie möglich, dieses nachzuholen.
- Sind Sie besorgt darüber, dass ihr Arzt eventuell eine falsche Diagnose gestellt hat? Wenn dies der Fall sein sollte, sprechen Sie noch einmal mit ihrem Arzt und erklären sie ihm ihre Besorgnis, dass evtl. etwas übersehen wurde.
- Sie haben das Recht eine zweite Meinung einzuholen. Ich rate allen, die Probleme haben die Diagnose zu akzeptieren, dieses als Absicherung zu tun.
- Wenn Sie die Absicherung haben, dass Sie unter Panikattacken leiden, müssen Sie der Diagnose Glauben schenken und sie akzeptieren. Denn tun Sie es nicht, werden Sie immer die Befürchtung haben, dass Sie unter etwas anderem leiden, was wiederum die Entwicklung einer Angststörung beschleunigt.
- Lesen Sie so viele Informationen über Panikattacken, wie Sie bekommen können. Das Wissen und Verstehen Ihrer Erfahrungen ist wichtig. Wissen ist Macht. Und diese Macht über Ihre Panikattacken und die Ängste, die sich gerade entwickeln, benötigen Sie, um der Situation Herr zu werden.
- Kontaktieren Sie eine Organisation (z.B. Verhaltensambulanz) in Ihrer Nähe, die sich mit Angststörungen befasst. Dort wird man ihnen mit Informationen, Adressen usw. helfen können.
- Versuche zu Verstehen, das die Symptome ihre Panikattacken und andere Ängste, ihnen das Gefühl gebe als ob sie ein Herzinfarkt erleiden, Verrückt werden oder die kontrolle verlieren.
- Versuchen Sie zu Verstehen, dass die Symptome Ihrer Panikattacken und andere Ängste in Ihrem Krankheitsbild völlig normal sind, erst dann können Sie zum nächsten Schritt übergehen.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über frühzeitige Interventionsmethoden, wie z.B. kognitive Therapie. Wenn er Ihnen nicht weiter helfen kann, fragen Sie nach Adressen von Therapeuten, die kognitive Verhaltenstherapien anbieten.
- Wenn Sie von Ihrem Arzt, als erste Maßnahme, Medikamente verschrieben bekommen haben, überdenken Sie die Einnahme noch einmal. Medikamente sind keine Heilung. Sie könnten durch die Entwöhnung der Medikamente Panikattacken bekommen. Sie sind in der idealen Position zukünftige Panikattacken in den Griff zu bekommen, ohne in den möglichen Kreislauf der Medikamente zu geraten.
- Informieren Sie sich genau über die Medikamente, die Sie evtl. nehmen.
- Wenn Ihr Arzt meint, Sie brauchen die Medikamente, um weitere Panikattacken zu vermeiden, dann gehen Sie davon aus, dass Sie für den Rest ihres Lebens Medikamente nehmen müssen. Holen Sie lieber eine zweite Meinung ein.
- Wenn Sie Tranquilizer verschieben bekommen, denken Sie daran, dass Sie diese höchstens 2-4 Wochen nehmen dürfen, da sie Abhängig machen. Entwöhnen Sie nur unter ärztlicher Aufsicht.
- Es gibt Zeiten, in denen Medikamente sich nicht vermeiden lassen. Lassen Sie sich davon nicht unterkriegen. Und erliegen Sie nicht dem Gefühl versagt zu haben, oder zu schwach zu sein. Viele von uns mussten zu einem Zeitpunkt Medikamenten nehmen.
- Gewöhnen Sie sich an, mindestens einmal am Tag diszipliniert ein Entspannungsprogramm durchzuführen. Dieses kann aus einer Meditation, oder einer anderen Entspannungstechnik bestehen.
- Vergessen Sie nicht, dass Ihre psychische Verfassung genauso wichtig ist, wie ihre physische Verfassung. Lernen Sie auch einmal zu anderen Menschen "nein" zu sagen.
- Verfangen sie sich nicht in den Gedanken.. "Ich bin der stärkere in der Familie, wie kann mir das passieren".. Wir alle denken so etwas.
- Lassen Sie Bemerkungen von anderen, wie z.B. "Sie sind schwach" nicht an sich heran. Das sind Sie nicht. Das wir die "stärkeren in der Familie" sind, ist einer der Gründe, warum wir Panikattacken entwickelten.
- Haben Sie keine Angst anderen Menschen mitzuteilen, dass Sie Panikattacken haben. Der Versuch dies zu verstecken setzt Sie nur weiter unter Druck, was wiederum dazu beisteuert die nächste Panikattacke zu bekommen. Sie werden feststellen, dass Sie mindestens drei Leute kennen, die auch unter Panikattacken und/oder Angststörungen leiden, es aber aus Furcht davor, was andere über sie denken könnten, verstecken.
- Wenn Sie durch verschiedene Websites, Chatrooms, und Diskussions-Forums surfen, seien Sie nicht aufgeschreckt davon, dass viele Menschen, die unter Angststörungen leiden, diese über Jahre hinweg haben. Das heißt aber nicht, dass es bei Ihnen so lange dauert. Viele Menschen haben Angststörungen Jahre bevor diese diagnostiziert wurden und/oder sie haben nie eine entsprechende Therapie angeboten bekommen.
- Seien Sie auch darüber bewusst, dass andere Menschen auch andere Probleme haben, über die sie nicht diskutieren, dadurch wird deren Genesung verhindert.
- Wenn sie überlegen, an einer lokalen Gruppe oder einer Online Gruppe teilzunehmen, passen Sie auf, dass die Gruppen Proaktiv sind und die Mitglieder an ihrer eigenen Genesung arbeiten.
- Am aller wichtigsten: Lernen Sie keine Furcht vor ihren Panikattacken zu haben. Ich weiß, sie sind mächtig, sie sind beängstigend, aber sie können Ihnen nicht weh tun. Es ist die Furcht vor ihnen, die eine Entwicklung der Störung verursacht.
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