D-Cycloserin unterstützt das Umlernen in der Therapie – Berliner Angstforscher suchen Teilnehmer für aktuelle Studie
von André Wittmann u. Andreas Ströhle
Zur Behandlung phobischer Störungen hat sich Exposition in den letzten Jahren als die wirksamste Methode in modernen, evidenzbasierten psychotherapeutischen Behandlungen etabliert. Nach einer entsprechenden psychoedukativen Vorbereitung gelingt es vielen Betroffenen, sich den angstauslösenden Situationen auszusetzen und – unterstützt durch einen erfahrenen Therapeuten – so lange in der Situation zu bleiben, bis sie die Erfahrung machen können, dass die Angstreaktion mit allen quälenden Gedanken und körperlichen Symptomen von allein aufhört, ohne dass dabei ein körperlicher oder psychischer Schaden entsteht.
Was dabei stattfindet, ist ein Lernprozess, in dem neben den alten, angstbesetzten Gedächtnisinhalten neue, positive Erfahrungswerte im Gehirn verankert werden. Dies geschieht innerhalb eines Prozesses, der synaptische Sprossung genannt wird. Hierbei werden, definiert durch die spezielle Organisation von Verknüpfungen im synaptischen Netzwerk, neue Erfahrungen gespeichert. Allerdings stehen diesen die bisher gemachten negativen und angstbesetzten Erfahrungen übermächtig zur Seite.
Da ängstigende Erfahrungen von den Betroffenen immer wieder und wieder gemacht werden, gibt es für diese auch ein viel feineres und weiter ausgereiftes Netz von synaptischen Verknüpfungen. Die dort abgespeicherten Erfahrungen lassen sich viel schneller aktivieren und dominieren das Erleben und Verhalten. Ziel ist es also, die noch wenigen und nicht weit verknüpften neuen, positiven Erfahrungen zu stärken; ihnen immer wieder neue, positive Aspekte zur Seite zu stellen, um ein immer stärkeres, größeres und negativen Erfahrungen widerstehendes Netz an neuen, angstfreien Erfahrungsinhalten zu bilden. Umso elaborierter und größer dieses wird, desto eher und schneller werden nun dessen Erinnerungen abgerufen. Bei neuerlichen Kontakten mit ängstigenden Situationen oder Objekten wird also immer öfter mit nicht angstassoziiertem Verhalten reagiert. Und je häufiger dies geschieht, umso stärker und von Ängsten unirritierbarer wird das neuronale Netz, und desto einfacher gelingt das Abrufen der dort gespeicherten Erinnerungen und des Verhaltens.
Wenn all dies einem Lernprozess unterliegt und sich Psychotherapie diesen Mechanismus zunutze macht, stellt sich die Frage: Wie kann dieser Lernprozess unterstützt oder beschleunigt werden, um Menschen, die unter Ängsten leiden, schneller zu stabileren Behandlungserfolgen zu verhelfen? Seit einiger Zeit wird im Rahmen dieser Fragestellung das Medikament D-Cycloserin untersucht. Es handelt sich dabei um ein Antibiotikum, das seit vielen Jahren in der Tuberkulose-Behandlung eingesetzt wird und zudem die Eigenschaft hat, die neuronale Sprossung zu unterstützen. Das bedeutet, es kann auch dabei helfen, die in einer Therapie gemachten neuen, positiven Erfahrungen durch Anregung neuronaler Sprossung besser im Gedächtnis zu verankern und somit den negativen Gedächtnisinhalten, die sich im Rahmen der Erkrankung aufgebaut haben, nach und nach immer stärker werdende positive und korrigierende Erfahrungen entgegenzustellen. Für Menschen mit Höhenangst, sozialer Phobie oder starker Agoraphobie konnte mit einer Kombination aus moderner Verhaltenstherapie und der Gabe von D-Cycloserin bereits ein besserer Behandlungserfolg erzielt werden.
Aufbauend auf diesen ermutigenden Befunden widmen sich Teams aus Ärzten und Psychologen in der Angstambulanz der Charité in Berlin Mitte, an der TU Dresden und der Universität Greifswald aktuell der Frage, ob und wie genau die expositionsbasierte Psychotherapie der Panikstörung und Agoraphobie durch D-Cycloserin verbessert werden kann. Die Teilnehmer nehmen nur einmalig eine Tablette D-Cycloserin ein, die nur dem Fünftel der Dosis entspricht, die Patienten im Rahmen einer Tuberkulosebehandlung über mehrere Tage oder Wochen einnehmen müssen. Wie für die hohen Standards klinischer Studien maßgeblich, schließen zuvor natürlich auch wir mögliche Kontraindikationen der Einnahme des D-Cycloserin durch entsprechende Voruntersuchungen aus. Dazu findet eine eingehende ärztliche Untersuchung (u.a. EKG, Laboruntersuchung von Blut und Urin, psychiatrische Untersuchung, Interview) statt.
Für diese Studie suchen wir Teilnehmer, die aktuell unter einer Panikstörung oder Agoraphobie leiden. Interessenten können sich zur weiteren Beratung gerne per Telefon (030/450-617017) oder E-Mail an Dipl.-Psych. André Wittmann wenden (
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).
Früherkennung von Angststörungen
24.04.2012
Eine Studie der University of British Columbia konnte zeigen: Wenn Kinder früh auf eine Angststörung hin getestet werden, hilft dies psychischen Krankheiten vorzubeugen.
Ein Forscher der Universität des Kanadischen Bundesstaates British Columbia hat einen einfachen Zwei-Fragen-Test entwickelt, um Kindergartenkinder auf die unter Kindern häufigste psychische Erkrankung hin zu untersuchen. Die Fragen des Tests fordern die Eltern auf, ihre Kinder hinsichtlich Schüchternheit, Ängstlichkeit und Besorgtheit einzuschätzen und konnten in 85 Prozent der Fälle Kinder identifizieren, die später an einer klinisch diagnostizierten Angststörung erkrankten.
Kinder würden mit Eintritt in den Kindergarten auf Gehör, Sehkraft und Leseschwäche getestet, damit hier Schwierigkeiten frühzeitig erkannt würden. Auch für Angsterkrankungen mache es deshalb Sinn, in diesem Alter Vorsorgetests durchzuführen.
Drei Fragen wurden bei 200 Kindergartenkinder getestet, wobei sich zwei Fragen davon als die Wirkungsvollsten zur Erkennung von Angsterkrankungen herausstellten:
1) Ist Ihr Kind ängstlicher oder schüchterner als andere Kinder in seinem oder ihrem Alter?
2) Ist Ihr Kind besorgter als andere Kinder in seinem oder ihrem Alter?
Jedes zehnte Kind sei von einer psychischen Erkrankung betroffen und die meisten davon sind Angststörungen. Verbunden sind diese mit einer Reihe von psychologischen und pädagogischen Folgeproblemen, wie zum Beispiel Schwierigkeiten im Beziehungsaufbau zu Gleichaltrigen oder innerhalb der Familie, schulmeidendes Verhalten, Anfälligkeit für Depression, erhöhte Neigung zu Alkohol- und Tabakkonsum und der Entstehung von anderen Angsterkrankungen.
Die gute Nachricht sei, dass Angststörungen generell erfolgreich behandelt werden können und am besten würde dies gelingen, wenn bereits mit dem Eintritt in die Schule damit begonnen werden könnte.
Eltern und Lehrer könnten den Kindern in vier Schritten beibringen, wie sie die Angst bewältigen.
Zuerst lernen die Kinder zu erkennen wann, sprich in welchen Situationen/Momenten, sie die Angst spüren können. Danach lernen sie verschiedene Techniken um mit der Angst umzugehen und finden heraus welche dieser Methoden ihnen am besten dabei hilft. Die Kinder lernen letztlich zu reflektieren was ihnen Angst gemacht hat und können nun beginnen ihren Ängsten gezielt entgegenzutreten.
Man spreche zwar in diesem Alter (Kindergarten) noch nicht von psychischen Krankheiten, aber es sei die beste Zeit um aktiv zu werden und diesen vorzubeugen.
Den hier frei aus dem Englischen übersetzten Originaltext finden Sie unter: http://www.eurekalert.org
Wenn extreme Schüchternheit das Leben schwer macht
27.03.2012
Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg prüft Therapien bei Sozialen Ängsten im Jugendalter / Studienteilnehmer im Alter zwischen 14 und 20 Jahren gesucht
Wem der Kontakt mit anderen Angst einflößt, wer ständig fürchtet, sich zu blamieren, der leidet unter „sozialer Phobie“. Diese Angsterkrankung ist eine der häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Um betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Zukunft gezielt helfen zu können, vergleichen Psychologen der Universitätsklinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg sowie der Universitätskliniken Göttingen, Frankfurt und München im Rahmen einer Studie (SophoYou) die Wirksamkeit zweier psychotherapeutischer Behandlungskonzepte. Dafür suchen sie noch Studienteilnehmer im Alter von 14 bis 20 Jahren.
Die soziale Phobie verläuft unbehandelt meist chronisch und hat starke Auswirkungen auf den weiteren Lebensweg: Betroffene Schüler fehlen häufig in der Schule und beteiligen sich nur wenig am Unterricht. In der Folge machen viele einen schlechteren Schulabschluss, als nach ihrem Intellekt zu erwarten wäre. Typisch ist auch, dass sie Berufswünsche aufgeben, wenn Ausbildung, Studium oder Beruf z.B. häufigen Kontakt mit fremden Menschen oder Vorträge mit sich bringen.
Die Studienteilnehmer erhalten jeweils eine Einzeltherapie mit 25 Sitzungen in einem Zeitraum von etwa sechs Monaten. Teilnehmen kann, wer zwischen 14 und 20 Jahren alt ist, an sozialen Ängsten leidet und sich aktuell nicht in einer psychotherapeutischen oder medikamentösen Behandlung befindet. Das Studienzentrum befindet sich im Dachgeschoss des Gebäudes Voßstraße 2 im Heidelberger Stadtteil Bergheim.
Eine SMS vom Psychotherapeuten, Gruppentherapie als Chat – moderne Informations- und Kommunikationstechnologien wie Internet und Mobiltelefon können durchaus die Gesundheitsversorgung für Menschen mit psychischen Problemen verbessern, wenn sie geschickt und verantwortungsvoll genutzt werden.
Etwa seit zehn Jahren gibt es „E-Mental Health“-Angebote in einigen europäischen Ländern. In Holland entwickelte man Interapy zur Behandlung post-traumatischer Belastungen. In Großbritannien wurden zwei Arten computerisierter kognitiver Verhaltenstherapien zugelassen, um Unterversorgung entgegenzuwirken: Fear Fighter, ein Programm für die Behandlung von Phobien und Ängsten, und Beat the Blues, das gegen Depressionen im Einsatz ist.
Um Online-Therapien und virtuelle Therapie-Angebote geht es auch im Schwerpunkt der aktuellen „daz – Deutsche Angst-Zeitschrift“ (Ausgabe Nr. 57). Die daz ist die erste deutschsprachige Zeitschrift für Menschen mit Angststörungen, die von Betroffenen für Betroffene gemacht wird. Sie wird von der Deutschen Angstselbsthilfe (DASH) in München herausgegeben.
Die neue Ausgabe der daz (Deutsche Angst-Zeitschrift), Heft Nr. 57 ist erschienen!
Schwerpunkt des neuen Heftes ist diesmal das Thema "Virtuelle Therapie & Online-Therapie".
Außerdem informiert die daz über - die Online-Beratung der Deutschen Angst-Selbsthilfe (DASH) - Resilienz: Warum manche Menschen Krisen leichter bewältigen als andere - Serotonin-Mangel und Panikattacken: Gibt es Zusammenhänge? ... und vieles andere.
Noch mehr über die daz und wie sie bezogen werden kann unter
Einsatz von Apps zur Behandlung von psychischen Leiden umstritten
US-Forscher planen den Einsatz von Therapie-Apps an Smartphones, wie die New York Times berichtet. Mit Programmen soll Menschen mit Depressionen oder Angstzuständen so überall schnell geholfen werden. Einige Studien bescheinigen der Behandlung via Handy gute Erfolgsquoten, viele Wissenschaftler bleiben aber skeptisch. "Die Verhaltenstherapie sagt vereinfacht, dass alles was hilft, gut ist. Betroffene können durchaus selber etwas gegen psychische Leiden unternehmen. Das war mittels Selbsthilfebüchern auch vorher schon möglich. Eine professionelle Analyse kann so aber nicht ersetzt werden", sagt Bernad Batinic von der Johannes Kepler Universität Linz http://www.jku.at.
Menschen lernen im Laufe ihres Lebens, sich vor bestimmten Ereignissen zu fürchten und so gefährliche Situationen zu vermeiden. Allerdings gibt es auch eine krankhafte Seite der Angst: „Angst wird dann pathologisch, wenn sie zu lange dauert oder in Situationen auftritt, die eigentlich nicht gefährlich sind. Wenn sie die Betroffenen in ihrem Alltagsleben behindert und unter Leidensdruck setzt“, sagt Katharina Domschke, Professorin für Psychiatrie und Oberärztin an der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg.
Seit etwas mehr als drei Jahren arbeiten Wissenschaftler aus Würzburg, Münster und Hamburg im Rahmen des Sonderforschungsbereichs „Furcht, Angst und Angsterkrankungen“ daran, das komplexe Zusammenspiel der beteiligten Faktoren aufzudröseln. Auf der Ebene der Gene haben sie dabei mittlerweile einen der Hauptakteure identifiziert: Das betreffende Gen kodiert ein besonderes Eiweiß, das den Namen Neuropeptid S (NPS) trägt.
In Experimenten an Mäusen zeigte sich, dass gerade das Neuropeptid S (NPS) Angst-ähnliches Verhalten beim Tier entscheidend steuert. Tatsächlich haben Domschke und ihre Kollegen auch beim Menschen eine Variante des Gens identifiziert, das für die NPS-Rezeptoren verantwortlich ist. Für die Träger dieser Variante hat das zur Folge, dass sie ihre Angstreaktion sehr viel stärker erleben und bewerten als Menschen, deren Rezeptoren nicht so sensibel arbeiten. Dabei zeigen sie auch körperliche Anzeichen einer erhöhten Angstreaktion wie zum Beispiel einen erhöhten Herzschlag in Angst-besetzten Situationen und sind anfälliger für die Entwicklung von Angsterkrankungen wie beispielsweise der Panikstörung.
Berlin (ots) - Die Mehrheit der Deutschen geht regelmäßig kontrollorientiert zum Zahnarzt. Trotzdem empfindet gut jeder Zweite eine zumindest (leichte) emotionale Anspannung bei dem Gedanken an eine zahnmedizinische Behandlung. Zwölf Prozent der Erwachsenen geben an, stark ausgeprägte Ängste mit dem Zahnarztbesuch zu verbinden. Knapp die Hälfte hat nur 'etwas' oder 'wenig' Angst, ein gutes Drittel aber 'gar keine'. Diese Ergebnisse zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach.
Nasenspray gegen Panikattacken? Aktuelle Studie an Mäusen dokumentiert die angstlösende Wirkung.
Dass die angstlösende Substanz Neuropeptid S (NPS) über die Nasenschleimhaut aufgenommen und im Gehirn wirken kann, haben Max-Planck-Forscher jetzt in Mäusen zeigen können. Neuropeptid S gelangt auf diesem Weg – nachdem es an seinen Rezeptor gebunden hat – in bestimmte Nervenzellen des Gehirns. Die getesteten Mäuse zeigen bereits vier Stunden später weniger Angst. Im Hippocampus, einer wichtigen Gehirnstruktur für Lernen und Gedächtnis, ist eine veränderte Nervenzellaktivität direkt messbar. Diese Ergebnisse machen intranasal verabreichtes Neuropeptid S zu einem vielversprechenden potentiellen neuen Medikament für Angstpatienten.
Die Forscher vermuten, dass NPS dämpfend auf bestimmte Signale des Emotionszentrums im Gehirn wirkt und dadurch weniger Angst empfunden wird. „Unsere Ergebnisse öffnen die Tür zur Entwicklung zukünftiger Medikamente für Patienten mit krankhafter Angst auf der Basis von Neuropeptid S“, sagt Psychiaterin Ulrike Schmidt. „Die einfache Anwendung und schnelle und direkte Wirkung durch ein anxiolytisch wirkendes Nasenspray könnte für viele Patienten mit Angststörungen wie Panikattacken und Posttraumatischer Belastungsstörung ein Segen sein“.
Online-Plattform für junge Menschen mit Angststörungen
27.01.2012
Die einfache Spielweise von Browsergames, die leichte Kontaktaufnahme in sozialen Netzwerken und kompetente Onlineberatung durch Sozialpädagogen – das alles vereint das Projekt „Facing Faithless“ von Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ein interdisziplinäres Team arbeitet gemeinsam an der E-Health-Plattform. Zielgruppe des Spiels sind Jugendliche und junge Erwachsene, die unter Sozialphobie leiden und bisher keine Therapiemöglichkeiten wahrnehmen. Betroffenen, die unter Angstzuständen beim Zusammentreffen mit anderen Menschen leiden, kann das Spiel eine erste Anlaufstelle sein. Spielerisch heilen mit einem Avatar.
Die ratsuchenden Nutzer schlüpfen in die Rolle eines Online-Charakters, den es im Laufe des Spiels weiterzuentwickeln gilt. Gemeinsam mit dem Avatar müssen die Spielerinnen und Spieler Aufträge bearbeiten und dabei Alltagsprobleme lösen. Sie werden von erfahrenen Community-Mitgliedern unterstützt. Bei Bedarf stehen reale Sozialpädagogen als Online-Streetworker mit Rat und Tat zur Seite. Als stabilen Schutz- und Freiraum, gekoppelt mit seriösen Beratungsmöglichkeiten möchten die Jenaer Studierenden ihr Projekt etablieren. Das Besondere an der Plattform: Nicht der Nutzer selbst, sondern sein Avatar wird beraten. Damit sollen mögliche Berührungsängste abgebaut werden. Seit Mitte 2011 arbeiten die Studierenden bereits an der Umsetzung des Projektes und führten mehrere begleitende Seminare für Kommilitonen und Multiplikatoren durch. Ende September präsentierte das Team die Idee erstmals öffentlich bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Soziale Arbeit (dgssa) in Jena. Noch in diesem Jahr soll eine Testversion des Spiels fertig sein. Eine erste Online-Version ist für Mitte des nächsten Jahres geplant.
„Facing Faithless“ ist Gewinner beim Wettbewerb für Studierende „Was macht gesund?“ im Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit und wurde mit 10.000 Euro für die Umsetzung prämiert. Das Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ausgerichtet.
Kontakt: Dr. Jörg FischerInstitut für Erziehungswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena Am Planetarium 4, 07743 Jena Tel.: 03641 / 945393 E-Mail: fischer.joerg[at]uni-jena.de
"SophoPrax"-Studie zur Therapie der Sozialen Phobie
10.11.2011
Die TU Dresden hat auf der Website der „SophoPrax“-Studie umfassende Informationen zum Krankheitsbild der Sozialen Phobie online gestellt. Anhand eines kleinen Tests können Interessierte herausfinden, ob sie eventuell davon betroffen sein könnten.
Das Studienteam bietet Betroffenen aus dem Raum Dresden, Radeberg, Freiberg, Zschopau oder Chemnitz die Möglichkeit, sich in der Institutsambulanz und Tagesklinik für Psychotherapie der TU Dresden von spezialisierten Therapeuten behandeln zu lassen. Die Behandlung ist als Einzeltherapie angelegt und umfasst 25 Therapiesitzungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Auch für Personen aus dem Raum Göttingen, Frankfurt (Main), Marburg und Fulda besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Studie eine Therapie zu erhalten.
Nähere Informationen und die Kontaktdaten finden sich auf der Seite:
Ludwig-Maximilians-Universität München sucht Teilnehmer für Studie zur Sozialen Phobie im Jugendalter
17.03.11
Im Rahmen einer groß-angelegten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Studie soll nun an der Ludwig-Maximilians Universität - in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen - die Wirksamkeit zweier psychologischer Behandlungskonzepte für die Soziale Phobie im Jugendalter (SophoYou) verglichen werden. Weitere Studienstandorte sind Göttingen, Heidelberg und Frankfurt.
Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit der Behandlungskonzepte im Jugendalter im Vergleich zu einer Warteliste nachzuweisen und herauszufinden, ob für bestimmte Jugendliche und junge Erwachsene mit gewissen Symptomen das eine Verfahren besser geeignet ist als das andere.
Die neue Ausgabe der DAZ (Deutsche Angst-Zeitschrift), Heft 51 ist erschienen!
Schwerpunkt des neuen Heftes ist diesmal das Thema "Zwangshandlungen & Zwangsgedanken, Teil II". Die theoretischen Grundlagen und praktische Tipps zu dieser Spezifischen Angststörung sowie weitere interessante Themen sind in diesem Heft zu finden.
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Sie kann lähmen und krank machen: Es gibt hunderte Gründe, warum sich Menschen fürchten – auch an Halloween. Ein Münchner Verein hilft Betroffenen, mit ihren Problemen umzugehen.
Bayerisches Fernsehen sucht Betroffene mit Herzneurose für Interview
09.11.10
Liebe Angst-Betroffene,
Ich bin Medizinjournalistin im Bayerischen Fernsehen und wir suchen für einen Hintergrund und Aufklärungsbericht zu Thema "Herzneurose/ Herzphobie" für unser Magazin "Gesundheit" im Bayerischen Fernsehen betroffene Patienten aus Bayern, die uns im Interview berichten vom Leben mit dieser Störung berichten können und auch erzählen können, was man dagegen tun kann, was hilft. Häufig haben Menschen wie Sie ein Odyssee an Arztbesuchen hinter sich, da die Symptome der "Herzneurose/ Herzphobie" für den Betroffenen real und sehr bedrohlich sind. Doch es gibt auch Hilfe, wenn der- oder diejenige erkant hat, was hinter der Krankheit steckt.
Bitte melden Sie sich bei uns.. Wenn Sie sich angesprochen fühlst und uns helfen mögen über diese Krankheit aufzuklären. Der Zeitaufwand und der Drehtag werden vergütet.
Wir möchten jedenfalls ernsthaft darüber berichten und falls Sie sich angesprochen fühlst, bin ich erreichbar unter:
E-Mail:
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Telefon: 091 95/92 163 10 oder Mobil 0172/630 45 86
Vielen Dank für Ihre Mithilfe! Viele Grüße von
Annette Bögelein Journalistin/ Autorin/ Regisseurin Im Auftrag von ARD/BR/3sat/Arte
"Deutsche Angst-Zeitschrift" Heft 49 + 50 sind da!
28.08.10
Die neuen Ausgaben der Deutsche Angst-Zeitschrift daz, Heft 49 und 50:
Weiteres über die Angst-Zeitschrift und wie sie bestellt werden kann unter
Bayerischer Rundfunk sucht Betroffene für Fernsehdokumentation
14.10.10
In der Sendung "Faszination Wissen" greift das Bayerische Fernsehen das menschliche Urgefühl Angst auf. Dafür suchen wir noch Betroffene, die bereit sind, über ihre Geschichte mir der Angst zu sprechen - in Vorgesprächen aber auch vor der Kamera. In einer halbstündigen Dokumentation wollen wir einerseits die subjektive Sicht von Betroffenen zeigen, die einen Weg gefunden haben, mit ihrer Angst zu leben. Andererseits berichten wir über neueste Forschungen zur Entstehung von Angst und zur Behandlung von Angststörungen.
Wenn Sie sich vorstellen können, von Ihren Erfahrungen zu erzählen, dann kontaktieren Sie mich bitte unter
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oder 0178-3935325
2. Münchner Woche für seelische Gesundheit
21.09.10
Wir sind dabei!
Die Münchner Angst-SelbstHilfe MASH ist auf der 1. Münchner Messe für seelische Gesundheit am 10. Oktober 2010 im „Roten Würfel“ der Hochschule München (Lothstr. 64) vertreten.
Wir freuen uns auf Euren Besuch!
Fälle für TV Reportage gesucht
17.09.10
Wenn der Alltag nicht mehr alltäglich ist, dann ist 30 Minuten Deutschland mit dabei. Für eine neue Folge suchen wir Protagonisten, die an Phobien und Zwängen leiden. Ob Mäuse-, Spinnen- oder Schlangenphobie, Wasch-, Ordnungs- und Sammelzwänge – erzählen Sie uns von Ihren Ängsten. Denn wir wollen helfen.
Ein professioneller Hypnosetherapeut wird Sie unterstützen und über einen längeren Zeitraum zur Seite stehen. Für Sie entstehen keine Kosten, Sie bringen einfach nur Neugierde und den Willen mit, Ihre Phobien und Zwänge loszuwerden.
Filet Film geht sensible Themen mit Feingefühl an. Unser Anliegen ist es, Einblicke in die Hypnotherapie zu verschaffen und alternative Wege zur Beseitigung von Ängsten und Zwängen zu zeigen.
Wir freuen uns auf Nachrichten.
Kontakt
Herr Tuan Lam
E-Mail:
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Tel: 030 – 77 90 77 663 Mobil: 0178 – 83 46 991
Liebe Betroffene / Liebe Besucher der Internetseite
Wie angekündigt, erhalten Sie nun die wichtigsten Ergebnisse über die Studie zur Lebensqualität und Angst. In der Zeit von Ende Februar bis Ende Juli 2010 hatten wir Sie auf dieser Internetseite gebeten an einer Online-Umfrage zu diesem Thema teilzunehmen. Insgesamt sind fast 2500 Personen dem Aufruf gefolgt und haben den Link angeklickt. Knapp 1200 entschieden sich schliesslich tatsächlich an der Umfrage teilzunehmen und haben begonnen die Fragebögen auszufüllen. Es waren wirklich viele Fragen, die 400 von Ihnen komplett beantwortet haben. Vielen Dank an alle für Ihr Interesse und Ihre Teilnahme!
Die Mehrheit (etwa 2/3) der Teilnehmenden war weiblich. In der Lebensqualität unterscheiden sich die beiden Geschlechter nicht. D.h. Frauen und Männer leiden gleich stark unter der Angst und sind in ihrem Leben gleich stark durch die Angst eingeschränkt. Im Vergleich zur Normalbevölkerung (dazu gibt es sehr grosse Befragungen in Deutschland und den USA mit 4000 bzw. 3000 Teilnehmern) war die Lebensqualität bei Personen mit Angst sehr stark reduziert. Selbst im Vergleich zu einer Gruppe von Patienten mit einer chronischen körperlichen Erkrankung (z.B. Asthma oder Rheuma) war die psychische Lebensqualität der Angstpatienten schlechter. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Erreichen Personen aus der Normalbevölkerung für die psychische Lebensqualität etwa einen Wert von 50, erreichen die Teilnehmer der Studie im Schnitt nur einen Wert von knapp unterhalb von 30. Dieser Unterschied ist "hochsignifikant" (das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für einen zufälligen Unterschied bei unter 1 % liegt). Haben die Teilnehmer zusätzlich eine ausgeprägte depressive Symptomatik angegeben, was bei Patienten die unter einer Angststörung leiden nicht ungewöhnlich ist, war die Qualität des Lebens sogar noch schlechter. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung ist, dass Teilnehmer mit Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung und Beschreibung eigener Gefühle über stärkere Angstsymptome berichten.
Was bedeuten diese Ergebnisse konkret? Zum einen zeigen sie, dass die Lebensqualität bei Menschen mit starken Ängsten sehr eingeschränkt ist. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer frühen und konsequenten Behandlung der Ängste. Hierbei sollte sowohl die Verminderung der Angstsymptome als auch die Verbesserung der Lebensqualität ein Therapieziel sein. Besonders muss hierbei auf die Besserung eventuell zusätzlich bestehender Depressionen geachtet werden. Und auch die Fähigkeit eigene Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen sollte bei Patienten, die damit Schwierigkeiten haben, in der Therapie beachtet und gefördert werden.
Wir werden die Ergebnisse noch weiter auswerten, bedanken uns aber jetzt schon einmal ganz herzlich bei allen Betroffenen, die an der Studie teilgenommen haben.
M. Rufer (1), S. Moritz (2) und S. Weidt (1)
(1) Universitätsspital Zürich; Tel. + 41 (0) 44 255 5280;
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(2) Universitätsspital Hamburg;
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Aufruf: Traumatische Erfahrungen in einem Fahrstuhl?
10.05.10
Betroffene für TV-Beitrag „Steckengeblieben im
Fahrstuhl“
Wir suchen für einen Fernsehbeitrag
zum Thema „Steckengeblieben im Fahrstuhl“ jemanden mit traumatischen
Erfahrungen in einem Fahrstuhl.
Sind Sie schon einmal in
einem Fahrstuhl stecken geblieben und haben seitdem eine Klaustrophobie
entwickelt oder haben sich Ihre schon vorhandenen Ängste seitdem verschlimmert?
Wir möchten gern erfahren, wie
Sie mit dieser Angst umgehen. Wir begleiten Sie mit der Kamera z.B. bei Fahrten
mit dem Aufzug, wie sie diese vermeiden oder unter großer Kraftanstrengung
betreten oder wie Sie Ihre Fahrstuhl-Angst bekämpfen/annehmen, evtl. auch mit
Unterstützung Ihres Therapeuten.
Sie haben
sich wiedererkannt möchten gerne mitmachen? Dann melden Sie sich bei uns – wir
freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen!
media
akzent tv-produktion gmbh
Tel.: 030/ 30 88 13-0
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Die neue Ausgabe der DAZ (Deutsche Angst-Zeitschrift), Heft 48 ist erschienen!
Schwerpunkt des neuen Heftes ist diesmal das Thema "Prüfungsangst".
Die theoretischen Grundlagen und praktische Tipps zu dieser Spezifischen Angststörung sowie weitere interessante Themen sind in diesem Heft zu finden.
Noch mehr über die DAZ und wie sie bezogen werden kann unter
Die neue Ausgabe der DAZ (Deutsche Angst-Zeitschrift), Heft 45 ist erschienen!
Schwerpunkt des neuen Heftes ist diesmal das Thema "Soziale Angststörung II",
mit den Hauptartikeln "Selbsthilfe und Selbsthilfegruppenarbeit bei Sozialer Angststörung" und "Leben mit Sozialen Ängsten" - sowie weitere interessante Themen sind in diesem Heft zu finden.
Noch mehr über die DAZ und wie sie bestellt werden kann unter
stellt die Soziale Phobie "als
die Angst sich vor anderen zu blamieren" und "wenn wenn es mehr ist
als Schüchternheit" dar und beschreibt deren Symptomatik, Verlauf, Ursachen und
Behandlungsmethoden:
Betroffene für TV-Beitrag Spinnenphobie gesucht
Die HR-Sendung "Service Gesundheit"(Donnerstags 18.50 Uhr) möchte einen Bericht über Spinnenangst/Phobie drehen. Hierfür ist Fernsehredakteurin Claudia Banse in Hessen (Mainz und Umgebung auch ok) auf der Suche nach einem Menschen, der darunter leidet und eine Therapie macht. Schön wäre es, wenn die Therapie noch andauert und der Patient am, 29.10. in unserer Sendung zusammen mit seinem Therapeuten auftritt. Dort soll dann zum ersten Mal dem Patienten eine Vogelspinne über die Hand laufen. Wir würden gerne einen Teil der Therapie drehen, um zu zeigen, wie man diese Angst behandelt. Der Beitrag wird etwa eine Länge von 3-4 Minuten haben.
Sind Sie bereit und möchten gerne mitmachen?
Dann melden Sie sich bei
Claudia Banse, Mail:
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. Vielen Dank!!
Betroffene von Dysmorphophobie für TV-Beitrag gesucht:
30.09.09
Die WDR-Sendung
"frauTV"(Donnerstags 22.00 Uhr) möchte einen sehr sensiblen Bericht über
Dysmorphophobie drehen. Hierfür ist Fernsehredakteurin Valentina Uhlmann
bundesweit auf der Suche nach einer Betroffenen (Alter: 30 bis 50), die sich
selbst falsch wahrnimmt oder falsch wahrgenommen hat. Diese falsche Wahrnehmung
kann also auch schon einige Zeit her sein. Der Fernsehbeitrag wird eine etwaige
Länge von 5 bis 6 Minuten haben (Drehzeit: max. 6 Stunden) und soll vor allem
die Zuschauer aufklären und für dieses Thema sensibilisieren. Sind Sie bereit
und möchten gerne mitmachen? Dann melden Sie sich bei
Valentina Uhlmann,
Mail:
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Stichwort: "Betroffene für Fernsehbeitrag gesucht". Vielen Dank!!
Aufruf Online-Studie Soziale Phobie
04.08.09
Im Rahmen einer Studie zum Thema "Soziale Phobie" an der Universität Bielefeld werden Teilnehmer/-innen für einen Online-Fragebogen gesucht. Dabei interessieren nicht nur die Antworten derjenigen Teilnehmer mit sozialen Ängsten, sondern ebenfalls die Erfahrungen derer, die keine Schwierigkeiten in sozialen Situationen berichten.
Die Daten werden selbstverständlich anonym erfasst und ausgewertet, zudem erhält jeder Teilnehmer die Möglichkeit, an einer Verlosung von Amazon-Gutscheinen teilzunehmen.